Die fünf Schweizer CBD-Anbaugebiete: Voralpen, Jura, Tessin, Graubünden, Freiburg

Eine signierte Kolumne

Cowboy, pack deine Stiefel ein, wir fahren mit der Postkutsche los. Der Sheriff hat die Cannabis-Schweiz kartografiert, so wie ein alter Goldsucher seine Goldadern kartografiert. Fünf Regionen, fünf Terroirs, fünf Arten, eine Pflanze anzubauen. Denn ja – ein CBD aus den Voralpen duftet nicht wie ein CBD aus Graubünden, genauso wie ein Pinot Noir aus dem Waadtland nicht das Bouquet eines Pinot Noir aus dem Wallis hat. Cannabis ist eine landwirtschaftliche Pflanze. Und die Landwirtschaft lässt sich anhand des Bodens, des Klimas und der Hand des Menschen beschreiben.

1. Die Waadtländer Voralpen: die Wiege des Outdoor-Sports

Unser ganz eigenes Basislager. Das Gebiet zwischen St-Légier, dem Jorat und den Ausläufern der Voralpen bietet eine einzigartige Mischung: die Nähe zum Genfer See, die für milde Temperaturen sorgt, durchlässige Kalkböden, moderate Höhenlagen (400–800 m) und vor allem die kühlen Augustnächte, die den Terpengehalt in die Höhe schnellen lassen.

Die aus dieser Region stammenden Outdoor-CBD-Sorten – wie jene, die für Wild Wild Weed angebaut werden – weisen ein unverkennbares Aromaprofil auf: grüne, krautige Noten, einen Hauch von Minze gegen Ende der Ernte sowie eine leichte Bitterkeit, die man auch beim Wein-Verwandten des Chasselas wiederfindet. Das ist kein Zufall: Es ist dieselbe Geologie, die hier zum Ausdruck kommt.

2. Der Jura: das CBD in den Höhenlagen

Je höher, desto kälter und trockener. Der Schweizer Jura (BE, JU, NE, teilweise VD) setzt seine Bedingungen: Höhenlagen von 700–1200 m auf den Hochebenen, späte Frühlinge, kurze Herbstmonate. Züchter, die dort im Freiland anbauen, müssen schnell blühende, kälteresistente Sorten wählen.

Das Ergebnis: insgesamt kleinere Blüten, dafür aber mit konzentrierten Terpenen, harzigeren Noten und einem Hauch mehr Kiefer und Zeder. Das ist das CBD für Bergwanderer – ein bisschen rustikal, ein bisschen eigenwillig. Der Sheriff hat im Herbst eine Schwäche für dieses Profil.

3. Das Tessin: die Schweizer Provence

Sobald man auf der anderen Seite des Gotthards hinunterfährt, ändert sich alles. Das Tessin ist wie das Mittelmeer mit italienischem Akzent. Lange, heiße Sommer, die höchste Sonneneinstrahlung des Landes, hohe Luftfeuchtigkeit. Cannabis gedeiht dort wie die Reben im Chianti.

Die CBD-Sorten aus dem Tessin zeichnen sich typischerweise durch fruchtige, zitrusartige und leicht würzige Aromaprofile aus, deren Intensität dank der Sonneneinstrahlung der von Indoor-Sorten nahekommt. Diese Region produziert die grösste Menge an Outdoor-CBD in der Schweiz und beherbergt einige in der Szene bekannte, traditionsreiche Akteure. Ein Terroir, das du probieren solltest, wenn du warme Noten magst.

4. Graubünden: die mystischen Hochebenen

Hier betreten wir das Revier der Spezialisten. Graubünden ist riesig, hoch und abwechslungsreich. Nur wenige Cannabisproduzenten sind dort tätig – die Bedingungen sind hart, die Saison kurz. Doch wenn ein Bündner Züchter eine gelungene Ernte einbringt, hat diese einen einzigartigen Charakter: klare alpine Noten, ein sehr mineralisches Aroma, oft ähnlich dem „Berg“-CBD aus den österreichischen Alpen.

Es handelt sich um eine Nischen-Weinsorte, die in größeren Mengen nur schwer zu finden ist und oft limitierten Auflagen vorbehalten bleibt. Der Sheriff spürt sie auf wie ein alter Trapper den Puma: selten, aber unvergesslich.

5. Freiburg und Broye: der unscheinbare Getreidespeicher

Man vergisst es oft, aber Freiburg (und sein Übergang zur Waadtländer Broye) ist eine bedeutende Agrarregion mit fruchtbaren Ebenen, einem gemäßigten Klima und einer Tradition im Getreide- und Rübenanbau, die sich gut auf den Hanfanbau übertragen lässt.

Die Freiburger CBDs zeichnen sich durch ein ausgewogenes, mildes Profil aus , das am Gaumen runder wirkt – zwar weniger spektakulär als ihre Verwandten aus dem Tessin oder dem Jura, aber im Alltag sehr angenehm zu rauchen. Der „Alltagswein“ der Schweizer Cannabis-Anbaugebiete. Das ist keineswegs abwertend gemeint – oft ist es gerade dieser, den man auf Dauer am liebsten mag.

Ein Terroir besteht aus drei Dingen: dem Boden, dem Himmel und der Hand des Menschen. Verändert sich eines dieser drei Elemente, verändert sich auch das Produkt.

Die Übersichtstabelle des Sheriffs

  • Voralpen VD: grün, grasig, minzig, ausgewogen. Der Klassiker für 1.-/g von Wild Wild Weed.
  • Jura: Nadelholz, Kiefer, Zeder. Robust und unverfälscht.
  • Tessin: fruchtig, Zitrusnoten, warm. Sonnige Intensität.
  • Graubünden: mineralisch, alpin, selten. Ein Terroir für Kenner.
  • Freiburg: rund, mild, ausgewogen. Unauffälliger Komfort.

Warum diese Vielfalt ein Schatz ist

Die Schweiz ist klein, aber geologisch gesehen sehr vielfältig. Wer vom Genfer See nach Graubünden reist, durchquert drei Klimazonen und fünf geologische Formationen. Diese Vielfalt ist unser Trumpf – sie wird es uns in den kommenden Jahren ermöglichen, für CBD das zu tun, was wir für den Wein getan haben: Herkunftsbezeichnungen, identifizierte Terroirs, eine echte önologische Diskussion rund um Cannabis. Der Sheriff wettet seinen Hut darauf, dass wir das schaffen werden.

In der Zwischenzeit kannst du die Köstlichkeiten der Waadtländer Voralpen probieren: unsere Outdoor-Blüten für 1.-/g, unser handwerklich hergestelltes Haschisch „Wild Wild Hash“ und natürlich den Cannabis King-Laden in St-Légier VD. Der Sheriff erwartet dich dort, die Schweizer Landkarte liegt auf der Theke ausgebreitet.

— Sheriff Blackwood, „Wild Wild Weed“

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Lemoigne Laurent

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